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 Das Haus der Famile Blake

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BeitragThema: Das Haus der Famile Blake   So Apr 08, 2012 12:34 am

Ich hatte meinen Blick in Richtung Himmel gerichtet. Die Sonne schien und nur ein paar Wolken bedeckten sie ab und zu. Ein typischer Morgen im wunderschönen Distrikt 1. Gerade war ich auf dem Weg zu Nisha. So wie jeden Tag auch. Nur das sie meistens zu mir kam und nicht anders herum. Schließlich gab es bei ihr zu Hause ein kleines oder besser gesagt großes Problem. Aber vielleicht hatte ich ja Glück und dieses gewisse Problem würde mich heute nur einmal in Ruhe lassen. Während ich so darüber nachdachte, ging ich mit den Händen in den Hosentaschen weiter, bis ich schließlich vor dem Haus der Familie Blake stand. Vielleicht sollte ich einfach hier stehen bleiben und auf sie warten bis sie selber aus dem Haus kam. Aber das würde zu lange dauern und ewig zeit hatte ich auch nicht. Also stand ich schließlich vor der großen Haustür und drückte meinen Finger auf die Klingel. Ein lautes Schallen ertönte und ich ging ein paar Schritte zurück. Ich wollte die Tür ja nicht abbekommen, sobald sie aufgemacht wurde.
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BeitragThema: Re: Das Haus der Famile Blake   Mo Apr 09, 2012 2:02 am

Mit starrem Blick verfolgte ich das Schauspiel, welches sich vor meinen Augen abspielte. Denn während die normalen Menschen dieses Haushaltes versuchten ihr Frühstück zu genießen, fütterten die anwesenden Monster eine kleine Katze mit Käsestückchen, die ich eigentlich lieber in meinem Magen gewusst hätte. Das die Katze dabei mittem auf dem reichlich gedeckten Tisch saß, schien besagtes Monster scheinbar nicht einmal wahr zu nehmen. Na, guten Appetit auch. Mit einem leicht säuerlichen Ausdruck zwang ich mir den Bissen herunter, mit dem ich mich bereits seit Minuten abzwang. Nichts gegen Tiere, aber...auf dem Tisch? Aber scheinbar war das Glück auf meiner Seite, denn im selben Moment läutete es an der Tür, was meine kleine Schwester dazu veranlasste ihr...wunderschönes Schauspiel zu unterbrechen und sich zur Tür zu begeben. Mit einem Seufzen erhob ich mich schließlich selbst, um mich vorsichtig der Katze zu nähern. Langsam hob ich die Hand und streichelte dem Tierchen über den Kopf...um es schließlich ohne Vorwarnung am Nackelfell zu packen und unsanft auf den Boden fallen zu lassen. Ohne der kleinen Katze, die sich erschrocken unter dem Tisch versteckte noch eines Blickes zu würdigen, begab ich mich aus der Küche um unseren Besucher vor meiner wild plappernden Schwester zu retten. Was sich sogar als lohnenswert herausstellte, denn unser Gast war niemand anderes, als David. Mit einem Lächeln näherte ich mich den beiden und packte meine Schwester schließlich an der Schulter, um genügend Abstand zwischen meinen Freund und das Monster zu bekommen. "Keine Angst, hier ist deine Rettung.", versprach ich David mit einem vielsagenden Blick auf meine kleine Schwester, die alles andere als begeistert schien.
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BeitragThema: Re: Das Haus der Famile Blake   Mo Apr 09, 2012 2:18 am

Als sich die Tür öffnete, war meine Laune noch auf dem Hochpunkt. Doch als ich sah wer die Tür geöffnet hatte, sank meine Freude immer mehr, je länger sich das kleine Mädchen mit mir unterhielt. Sie redete irgendetwas von einkaufen gehen mit einer Freundin und neuen Haaren. Mehr bekam ich auch nicht mit. Jedes mal wenn ich meine Zeit mit diesem Kind verbringen musste, schaltete ich ab und hörte einfach nicht mehr zu. Dann konnte man das ganze einfach besser vertragen. Ab und zu nickte ich und lächelte sie an. Wo genau blieb Nisha? Nach einer gefühlten halben Ewigkeit, tauchte das wunderschöne Mädchen in der Tür auf und lächelte mich an. Ich lächelte zurück und nahm sie in meine Arme. „ Schön dich wiederzusehen.“ Obwohl ich sie nicht sehr lange nicht gesehen hatte, freute ich mich trotzdem darüber sie in meinen Armen zu haben. Als ich sie wieder los lies, gab ich ihr einen kleinen Kuss und sah mich dann um. Ihre kleine Schwester stand immer noch im Hintergrund und starrte mich an. Genau das tat sie immer. „ Sag mal, hast du nicht Lust irgendetwas mit meiner kleinen Schwester zu unternehmen?“ Fragte ich sie in einem freundlichem Ton.
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BeitragThema: Re: Das Haus der Famile Blake   Mo Apr 09, 2012 7:27 am

Irgendwie war mir der kurze Austausch von Zärtlichkeiten unangenehm. Nicht wegen David, denn unter normalen Umständen hätte ich seine Nähe genossen. Nein, es lag viel mehr an meiner kleinen Schwester, deren Blick sich mir regelrecht in den Rücken bohrte. Und das, obwohl sie für ihre Verhältnisse bisher ungewöhnlich freundlich geblieben war. Immerhin hatte sie David bisher scheinbar nicht einmal beleidigt, ja, sie hatte ihm sogar die Tür geöffnet und nicht wie sie es sonst gerne tat, vor der Nase zugeschlagen.
Was sich allerdings genau jetzt ändern konnte, denn David begann den Fehler sie direkt anzusprechen. Ein wenig angespannt löste ich meinen Blick von meinem Freund, um mich meiner Schwester zu zuwenden. Und ehe sich ihr kleines Mundwerk in Bewegung setzte wusste ich bereits, dass er trotz seiner durchaus freundlichen Frage vermutlich soeben die Seite meiner Schwester weckte, die ich immer versuchte zu unterdrücken. Aber jeder Versuch das Monster zu stoppen sollte scheitern, denn ehe ich auch nur reagieren konnte, grinste sie David bösartig an und richtete das Wort an ihn:"Wieso redest du überhaupt mit mir, du bist nicht premium genug!"
Okay, das war eindeutig zu viel für heute. Erst verdarb sie mir den Appetit und jetzt attackierte die kleine Bestie auch noch meinen Freund. "Weißt du was? Geh doch in die Küche und schau nach deinem kleinen Kätzchen. Es ist nämlich eventuell vom Tisch gefallen und bedarf deiner Hilfe!", meinte ich mit betont freundlichem Tonfall zu ihr und schenkte ihr sogar ein Lächeln. Und genau wie erwartet wirbelte sie herum und verschwand mit besorgtem Blick in der Küche. Endlich. Alleine. Stellte sich nur die Frage für wie lange.
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BeitragThema: Re: Das Haus der Famile Blake   Mo Apr 09, 2012 8:17 am

Was die kleine da zu mir sagte, irritierte mich ein kleines bisschen. Aber wie alle wussten, die Nishas kleine Schwester kannten, redete sie meist sowieso nur Unsinn von sich. Und als sie in die Küche verschwand, musste ich leicht lachen. „ Was hast du mit der Katze angestellt?“ Wieder nahm ich sie in den Arm, diesmal aber richtig. Schließlich war ihre kleine Schwester nicht mehr hier. Dann hob ich sie hoch und trug sie in Richtung ihres Zimmers. Vielleicht konnten wir uns ein paar schöne Stunden machen. Ich war lange nicht mehr mit ihr alleine gewesen, weil ihr Bruder jedes mal dazwischen gefunkt hatte. Aber warum auch immer, war er gerade nicht hier. Als wir beide in ihrem Zimmer waren, legte ich sie auf dem Bett ab und legte mich dazu. Schnell schnappte ich mir die Fernbedienung und schaltete den Fernseher ein. Fanden wirklich schon die Interviews statt? Und zu allem Überfluss, grinste mich auch noch Matthew Gesicht aus dem großen Bildschirm an. „ Was zum...“ Sagte ich und begann laut stark zu lachen.


Zuletzt von David Key am Mo Apr 09, 2012 9:50 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Das Haus der Famile Blake   Mo Apr 09, 2012 9:27 am

Seine Frage was ich mit der Katze angestellt habe, traf mich ein wenig unvorbereitet. Sollte ich ihm wirklich die Wahrheit sagen? Na ja, warum nicht, immerhin wusste er weitaus schlimmere Dinge über mich. "Ich hab sie vom Tisch geworfen, nichts weiter", antwortete ich ihm also schließlich wahrheitsgetreu und erwiderte seine Umarmung, die dieses Mal um einiges angenehmer sein sollte. Schließlich waren wir jetzt ohne ungebetene Zuschauer. Was auch ganz gut war, denn im nächsten Moment nahm er mich ohne jede Vorwarnung auf die Arme und trug mich in mein Zimmer. Dort angekommen legte er mich auf meinem Bett ab, ehe er sich selbst dazu legte. Ehe ich auch nur nach dem "Warum" fragen konnte, schaltete er den Fernseher ein und lieferte mir damit im Grunde eine Antwort. Um ehrlich zu sein, war ich ja schon ein kleines bisschen enttäuscht. Da wir bereits seit einigen Tagen keine Zeit nur für uns alleine hatten, dachte ich, wir könnten auch wirklich etwas gemeinsam unternehmen. Wenn wir uns jetzt aber in meinem Zimmer versteckten bestand einfach die Gefahr, dass meine Schwester uns abermals störte. Denn all zu lange konnte sie sicher nicht ohne Aufmerksamkeit überleben. Doch als David plötzlich loslachte und ich mich endlich dazu durchrang meine Konzentration auf das Fernsehprogramm zu richten, war es scheinbar doch lohnenswert. Denn was ich zu sehen bekam war besser als alles, das wir weit weg von meiner Schwester unternehmen konnten. Immerhin prangte Matthews Gesicht über den ganzen Bildschirm, ehe die Kamera nach unten schwenkte und den Blick auf einen Anzug freigab, in dem er einfach nur lächerlich aussah. Wer Matthew kannte wusste einfach, wie unpassend dieser Anzug für ihn war. Ein wenig überrascht stimmte ich in Davids Lachen ein ehe ich ihn fragte: "Sah Matthews Nase schon immer so scheiße aus?"
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BeitragThema: Re: Das Haus der Famile Blake   Mo Apr 09, 2012 9:49 am

Nach einer Weile, war Matthew auch wieder von der Bühne verschwunden und das Lachen hatte so langsam abgeklungen. Leichte Tränen standen in meinen Augen und ich hielt mir den Bauch. Liegen konnte ich nicht mehr, also hatte ich mich aufgesetzt. „ Ich glaube nicht das Matthew jemals so scheiße ausgesehen hat.“ Weitere 5 Minuten später war ich dann auch wieder fähig normal zu sprechen. Mittlerweile blickte uns das Gesicht eines rothaarigen Tributes entgegen. Die schlimmste Sorte von Menschen. Mit ihren roten Haaren und der blassen Haut sahen sie meist aus wie Tot. Mein Blick wanderte zu Nisha. Erst jetzt fiel mir auf das auch sie rote Haare hatte. Ich musste schlucken. Aber bei ihr konnte ich darüber hinweg schauen. Schließlich hatte sie rotbraune Haare. Was natürlich nicht so schlimm war. Als ich so darüber nachdachte musste ich lachen. Warum machte ich mir über solch unwichtige Dinge eigentlich Gedanken? Also schob ich den Gedanken beiseite und legte mich wieder neben sie. Dem Fernseher meinen Rücken zugekehrt. Ohne irgendetwas zu sagen sah ich in ihre Augen. Jetzt hatte ich auch Zeit für sie. Aber mehr als küssen konnten wir bei ihr zu Hause nicht bringen schließlich war ihr Bruder und ihre Schwester hier. Wenn wir bei mir zu Hause wären, wäre das etwas anderes. Meine Schwester lies mich soweit in Ruhe.
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BeitragThema: Re: Das Haus der Famile Blake   Mi Apr 11, 2012 9:53 am

Ich wollte es nicht verstehen. Wie konnte sich dieses betont lustige Interview im Grunde um die Hungerspiele drehen? Es war nicht so, dass mir auch nur einer der diesjährigen Tribute leid tat, denn immerhin kannte ich bis auf Matthew keinen dieser Menschen. Aber es schien selbst in meinen Augen falsch, all diese jungen Menschen vorher noch wie auf dem Jahrmarkt zu verkaufen. Sponsorensuche hin oder her, es war einfach unpassend und verlieh der gesamten Situation einen leicht lächerlichen Beigeschmack. Haha, schaut nur wie glücklich wir sind, endlich zu sterben!
Kurz schloss ich die Augen und versuchte all diese Gedanken zu vertreiben, denn das alles sollte keine Rolle für mich spielen. Sollte das Kapitol doch tuen, was ihm beliebte. Solange keiner der wenigen Menschen betroffen war die ich liebte, war dieses kranke Spielchen immerhin nicht Teil meines Lebens. Und wie wahrscheinlich war es schon, dass gerade David oder einer meiner Geschwister gezogen wurde? Immerhin lebten wir alle in Distrikt 1 und hier tümmelten sich genug Wahnsinnige, die nur auf die nächsten Spiele warteten. Es bestand also gar kein Grund zur Sorge. Oder?

Mit einem kurzen Kopfschüttel riss ich mich entgültig von meinen Gedanken los und öffnete wieder die Augen. Ein wenig überrascht musste ich feststellen, dass David mich direkt anschaute und dem Bildschirm den Rücken gekehrt hatte. "Ist...irgendwas?" , fragte ich ihn ein wenig unsicher und legte dabei den Kopf zur Seite. Manchmal wünschte ich mir wirklich, ich könnte seine Gedanken lesen. Da ich dieser Fähigkeit allerdings nicht mächtig war, wurde ich zu weiteren Worten gezwungen: "Irgendwelche Vorschläge, wie wir die Zeit tot schlagen können? Wir müssen nämlich hier bleiben, bis Nathan wieder zu Hause ist..." Nathan. Ganz schlechtes Thema.
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BeitragThema: Re: Das Haus der Famile Blake   Mi Apr 11, 2012 11:43 am

Ich schüttelte den Kopf und lächelte sanft als Antwort auf die Frage was los sei. „ Nichts ist los.“ Was sollte schon los sein. Ich saß vor meiner perfekten, gut fast perfekten Freundin und freute mich meines Lebens das ich sie hatte. Warum also sollte irgendetwas los sein? „ Warum müssen wir denn unbedingt hier bleiben? Du weißt das ich Nathan nicht leiden kann.“ Weniger als das. Der Typ brach mir alle Knochen wenn ich ihn auch nur ein kleines bisschen berührte. Und das war ganz sicher nicht richtig. Nur weil er nicht damit einverstanden war, das ich mit seiner Schwester ein Paar bildete, musste er sich nicht immer so aufspielen. Mit einem seufzten drehte ich mich auf den Rücken und schaute an die Decke. Eigentlich hatte ich gehofft das wir einen kleinen Spaziergang machen konnten oder anderes. „ Wir könnten...“ Ohne den Satz zu beenden setze ich mich auf, stieg über meine Freundin rüber und kniete dann über ihr. Meine Hände lagen neben ihren Kopf, sodass ich auf allen Vieren stand. Dann legte ich meine Lippen auf ihre und schloss meine Augen. Nach einer Weile Ruhe hörte ich plötzlich die Tür hinter mir. Sie knarrte und schwang ein Stück weit auf. Dann hörte ich einen leisen Schrei. Verwirrt setze ich mich wieder auf und das nächste was ich spürte, war ein wuscheliger Ball in meinem Gesicht, gefolgt von dem stechenden Schmerz der Krallen. „ Was zum?“ Keuchte ich und fiel mit dem Rücken zuerst vom Bett. Die Katze in meinem Gesicht hatte mich aus dem Gleichgewicht gebracht. Vollkommen verstört griff ich die Katze im Nacken, zerrte sie von mir und schmiss sie durch den gesamten Raum. Sie wäre noch weiter geflogen, wäre nicht die Wand im weg gewesen. Wieder hörte ich einen leisen Schrei und das kleine Monster eilte zu ihrer Katze.
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BeitragThema: Re: Das Haus der Famile Blake   Mi Apr 11, 2012 1:21 pm

"Wir müssen hier bleiben, weil Madam Elena nicht alleine auf sich aufpassen kann. Du weißt ja...die Welt wäre dem Untergang geweiht." Ja, das war die grausame Realität. Weil meine kleine Schwester nicht alleine bleiben konnte waren wir dazu verdammt hier zu bleiben, bis Nathan wieder auftauchte. Was einfach nicht gut enden würde, denn sobald man David und Nathan aufeinander los ließ, war eine deftige Auseinandersetzung praktisch vorbestimmt. Scheinbar sollte dieser ohnehin schon merkwürdige Tag kein gutes Ende nehmen. Oder vielleicht doch? Denn zu meiner Überraschung kniete sich mein Freund plötzlich über mich und legte seine Lippen auf meine. Erst war ich ein wenig überrumpelt, doch dann schloss ich die Augen und erwiderte den Kuss.
Unsere Zweisamkeit sollte allerdings nur von kurzer Dauer sein, denn plötzlich durchbar das Knarren einer Tür die Stille. Irritiert öffnete ich die Augen, um mit ansehen zu können wie David in einem wilden Durcheinander aus Haaren, Fell, Krallen und Pfoten zu Boden ging. Immer noch völlig verstört setzte ich mich auf und versuchte meine Gedanken zu ordnen. Verständnislos blickte ich erst zu David, auf dessen Gesicht sich einige blutige Kratzer abzeichneten, ehe mein Blick sich auf meine Schwester fixierte, die gerade mitten durch den Raum stürmte um die kleine Katze die mir bereits das Frühstück verdorben hatte in die Arme zu schließen. Mit der Situation völlig überfordert konnte ich auch einfach nichts weiter tun. Ich konnte nur Elena anstarren, wie sie weinend auf ihre Katze einredete. Okay, das war zu viel. Ich würde schreien, sollte ich mich noch länger diesem Wahnsinn aussetzen. Nein, ich würde brüllen.
Mechanisch richtete ich mich nun gänzlich auf, zog David an seinem Arm auf die Beine und begab mich Richtung Tür. "Luft." Mehr brachte ich nicht über die Lippen, ehe ich ohne einen weiteren Blick auf meine Schwester erst mein Schlafzimmer und schließlich das Haus verließ. Draußen angekommen beschleunigte ich plötzlich meine Schritte und rannte durch den Vorgarten, direkt auf die Eiche zu, die bereits seit meiner frühsten Kindheit dort in den Himmel rangte. Und ehe ich mich versah, hatte ich mit einigen eingeübten Bewegungen die Astgabelung erreicht, auf der ich schon so viele Stunden meines Lebens verbracht hatte. Hier würde mich meine verdammte Schwester niemals bekommen. Niemals!
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BeitragThema: Re: Das Haus der Famile Blake   Fr Apr 13, 2012 7:25 am

Mit etwas holprigen Schritten, stolperte ich hinter meiner Freundin her. Als wir in das Freie traten, lies sie meinen Arm los und war auch schon verschwunden. Nachdem sich meine Augen an das grelle Sonnenlicht gewöhnt hatten, sah ich mich um und entdeckte sie schlussendlich auf der alten Eiche. Langsam ging ich auf den großen Baum zu und begann damit auf ihn drauf zu klettern. Sicherlich konnte ich nicht so gut klettern wie sie und brauchte deswegen auch ein bisschen länger, aber trotzdem saß ich irgendwann neben ihr auf einem großen Ast und sah sie an. „ Alles okay bei dir?“ Fragte ich vorsichtig. Erst jetzt bemerkte ich das die Schnitte in meinem Gesicht mehr schmerzten als ich gedacht hatte. Vorsichtig fuhr ich mit einem Finger über einen größeren Kratzer und zuckte etwas zusammen. Schon seit einer Ewigkeit hatte ich mich nicht mehr verletzt. Nachdem ich mich eine Weile um mich selber gekümmert hatte, blickte ich wieder zu dem Mädchen neben mir. Immer noch wirkte sie ziemlich aufgebracht. „ Ignoriere deine Schwester doch einfach. Ich meine, du kennst sie, so ist die immer.“ Mit einem Lächeln auf den Lippen rutschte ich etwas näher an sie heran. „ Mach dir einfach keine Gedanken darüber.“
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BeitragThema: Re: Das Haus der Famile Blake   Mo Apr 16, 2012 8:21 am

Der Tag hatte schön begonnen. Ich hatte nicht Zuhause geschlafen. Der Baum am Ende einer engen Gasse hatte mir ein bequemes Plätzchen zum Schlafen gegeben. Ich lächelte, als ich mich auf den Weg zu meiner besten Freundin Nisha machte. Und zu Nathan. Aber ich musste aufhören, daran zu denken. Ich wollte Nisha sehen. Sicherlich auch ihren Bruder, aber der Hauptgrund, war Nisha. Der Weg zu ihrem Haus dauerte nicht sonderlich lange und als ich ankam, sah ich, dass ich noch nicht mal ins Haus zu gehen brauchte.

Ich winkte. Natürlich war ich mit schnellen Schritten am Fuß des Baumes. Sie saßen gemeinsam da. Ich hatte nicht das geringste Schuldgefühl, ihre Privatsphäre gestört zu haben und kletterte in zügigen Bewegungen zu ihnen auf den Baum. Etwas niedriger als sie. Ich wollte ihnen ja nicht zu nahe treten. Ich griff in meine Jackentasche und fischte ein Brötchen heraus, welches ich mir zum Frühstück gekauft hatte.
„Ich störe doch nicht etwa? Schön euch zu sehen.“
Ich lächelte und biss genüsslich in mein Brötchen. Ich ließ es als Selbstverständlichkeit rüberkommen, dass ich dort saß. Und überbrachte das Gefühl, schon eine Ewigkeit dort zusitzen und mein Brötchen langsam zu essen.
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BeitragThema: Re: Das Haus der Famile Blake   Mo Apr 16, 2012 2:54 pm

Ein wenig ungeduldig beobachtete ich David, wie er erst irritiert in die Sonne blinzelte und dann ein wenig unbeholfen die Eiche erklimmte, von der aus ich auf ihn herunter blickte. Als er sich schließlich neben mir nieder ließ richtete er eine Frage an mich, die ich gekonnt ignorierte. Ich sah schlichtweg keinen Sinn darin, jetzt über mein Wohlbefinden zu klagen. Denn wie fühlte ich mich schon, wenn ich aufgebracht aus dem Haus stürmte? Außerdem machte mich David vermutlich unbewusst abermals auf die blutigen Kratzer aufmerksam, die sich über sein Gesicht erstreckten. Gebannt beobachtete ich ihn, wie er mit dem Finger über eine der größten Wunden fuhr. Elena würde leiden, so viel stand bereits fest. In Gedanken über eine mögliche Rache vertieft, quittierte ich die weiteren Worte meines Freundes nur mit einem zaghaften Lächeln. Den Blick hielt ich dabei immer noch auf sein Gesicht gerichtet, weswegen ich nicht bemerkte wie sich ein blondes Mädchen zielgerichtet in unsere Richtung bewegte und uns dabei zuwinkte. Umso erschrockener fuhr ich zusammen, als sich plötzlich etwas daran machte, den Baum zu erklimmen auf dem wir uns nieder gelassen hatten. In Erwartung eines Angriffes Seitens meiner Schwester, holte ich wie im Reflex mit dem Fuß aus, um zu einem wütenden Tritt anzusetzen. In letzter Sekunde erkannte ich, wer sich da wirklich auf mein Heiligtum gewagt hatte und stoppte meinen Angriff mit einer ruckartigen Bewegung, die mich fast das Gleichgewicht gekostet hätte.
Zu meinem Glück schien besagter Eindringling nichts von meinem gescheiterten Angriff zu bemerken, sondern biss genüsslich in ein Brötchen. Irritiert zog ich eine Augenbraue hoch und betrachtete das Mädchen, ehe ich mich endlich zu einigen Worten durchrang: "Ria, du kommst genau richtig. Ich wollte gerade meine Schwester ermorden."
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BeitragThema: Re: Das Haus der Famile Blake   Di Apr 17, 2012 3:01 am

Ich konnte jetzt Davids Gesicht erst richtig sehen und sah jetzt erst, dass er einige tiefere Kratzer im Gesicht hatte. Ich konnte mir denken, dass es Nishas Kater gewesen war. Welchen beide anscheinend nicht sonderlich leiden konnte, dass Nisha ihn nicht leiden konnte, wusste ich. Aber von David wusste ich das noch nicht.
Bei Nishas Worten pfiff ich amüsiert durch die Zähne und lachte auf.
„Klingt spannend, ich will mitmachen.“
Ich hatte mein Brötchen schnell aufgegessen, da ich auch nichts zu Abend gegessen hatte, verspürte ich noch immer Hunger. Mit einer schnellen Bewegung zog ich ein paar Erdnüsse aus meiner Jackentasche und hielt ihnen einige hin. Aber um noch einmal sicher zustellen, wer David das angetan hatte, fragte ich ihn:
„Was ist denn eigentlich mit dir passiert?!“
Es klang natürlich nicht besorgt, warum auch? Er war ja Nishas Freund, und nicht ihrer. Wie geht es Nathan eigentlich? Wollte sie eigentlich fragen, besinnte sich aber wegen drei Gründen eines besseren. Erstens, würde es auffallen, wenn sie nach ihm fragte. Zweitens, wäre David davon sicherlich nicht begeistert. Und drittens, wusste sie, dass er gar nicht Zuhause war. Sonst wären Nisha und David sicherlich nicht mehr hier.

occ: ich hoffe es war okay, dass ich dich übersprungen habe, Lea. Aber so hast du ja etwas mehr Stoff zum antworten. (:
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BeitragThema: Re: Das Haus der Famile Blake   So Apr 22, 2012 12:08 am

Dieses blonde Mädchen saß völlig unerwartet, erwartet neben uns auf dem Baum. So war sie immer. Irgendwie unhöflich und ein kleines bisschen merkwürdig. Vielleicht war es aber genau das was mir so an ihr gefiel. Schließlich war ich in den meisten Dingen nicht anders. Jemand mit deinem Aussehen, sollte nicht auch noch so etwas essen, vielleicht solltest du mir das Brötchen geben.“ Sagte ich mit leicht genervter Stimme zu Ria. So war ich immer zu ihr, also war es nicht wirklich ernst gemeint. Sie war schlank und konnte gut so etwas essen ohne das etwas an ihrer Figur passierte. Aber ich wusste wie sehr man Frauen wegen ihrem Aussehen ärgern konnte. Mein Blick ruhte auf ihrem Brötchen. Jetzt wollte ich auch so eins. Schließlich hatte ich heute noch nichts gegessen. Mein Magen knurrte leise und ich fing an ein wenig zu schmollen. Mit einem seufzten wante ich mich von dem leckeren Essen ab und sah zu Ria herüber. „ Ich hatte nur eine kleine Auseinandersetzung mit der Katze von Nishas Schwester." Jetzt wo ich noch einmal darüber nachdachte, war die ganze Situation schon ein wenig merkwürdig gewesen. Wer wirft schon eine Katze durch den Raum?
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BeitragThema: Re: Das Haus der Famile Blake   Mi Mai 02, 2012 12:04 pm

[...vom Marktplatz]

Da war ich nun, stand vor dem großen Haus, hatte das Gefühl seine Schwestern wären anwesend und plötzlich hatte ich keine Lust mehr zu klingeln oder generell mit einen von ihnen zu sprechen. Nur nicht kneifen war die Devise, also streckte ich meine Faust aus und klopfte wie wild gegen diese blöde Tür.
Aus irgendeinem Grund legte ich meinen Kopf zur Seite, wartete bis mir jemand die Tür aufzog. Nur kam nichts. Wieder klopfte ich gegen diese Tür, nur lauter, somit auch kräftiger. Schreien wollt ich nicht. Nachher würde mich noch die kleine Schwester von Nathan zusammen schreien. Kleine Kinder können so was ja wirklich gut. Schreien, kreischen, weinen und unschuldig aussieht. Diese Biester.
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BeitragThema: Re: Das Haus der Famile Blake   Do Mai 03, 2012 5:49 am

Meine Laune sank dank dieses verfluchten Tages mit all seinen grausamen Scherzen immer weiter, bis sie schließlich beim absoluten Tiefpunkt angelangt war. Ja, dieser Tag war voller Grausamkeiten, die mir alles verdarben, was sich unter anderen Umständen vermutlich als schön herausgestellt hätte. Denn ich hätte so vieles haben können. Gemeinsame Zeit mit David und schließlich Enobaria. Wir hätten Spaß haben und irgendwo in der Stadt unser Unwesen treiben können. Stattdessen saßen wir hier fest, konnten das Grundstück nicht verlassen und mussten mit der Angst leben, jeden Moment von meiner Schwester entdeckt zu werden. Meine Schwester. Und mein Bruder, sie trugen die Last der Schuld diesen Tag verdorben zu haben. Meine Schwester weil sie es war, die uns das Leben zur Hölle machte. Und mein Bruder, weil eigentlich er an meiner Stelle sein müsste. Es war für heute seine Aufgabe, jenes kleine Monster zu hüten, das hier sein Unwesen trieb. Seine, nicht meine. Und zu allem Überfluss fühlte ich mich seit Rias Auftauchen irgendwie fehl am Platz, unerwünscht. Ich wusste nicht was die Gründe dafür waren, aber so ist das nun mal mit Gefühlen. Sie lassen sich nicht immer erklären und genau definieren.

Unbewusst lenkte ich meine Aufmerksamkeit nicht weiter auf das Gespräch zwischen den beiden, sondern widmete mich meiner Umgebung. Wenn man den heutigen Tag nur am Wetter messen würde, bekäme er eine sehr gute Bewertung. Denn es zeichneten sich nur vereinzelte Wolken am Himmel ab und obwohl es Herbst war, zeigte er sich heute von seiner warmen Seite.
Kurz richtete ich meinen Blick auf David, ehe ich ihn unbewusst zum Gartentor meines Grundstückes wandern lies. Irritiert lehnte ich mich weiter nach vorne als ich die Gestalt eines jungen Mannes erblickte, welcher sich zielstrebig auf die Eingangtür meines Zuhauses zubewegte. "Habt ihr wen eingeladen, oder wieso sonst kommen heute so viele Gestalten aus ihren Löchern gekrochen?", richtete ich das Wort an David und Ria, allerdings ohne den neusten Eindringling aus den Augen zu lassen. Ich sprach diese Worte ohne eine wirkliche Antwort zu erwarten, also erhob ich mich schließlich vorsichtig von der Astgabelung die mir bisher als Sitzgelegenheit diente und wagte den Abstieg.
Als ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte, schaute ich einen Moment nach oben, um Ria und David einen entschuldigenden Blick zuwerfen zu können. Dann allerdings verschwendete ich keine Zeit mehr und bewegte mich auf den Besucher zu, der immer noch die Haustür mit den Fäusten bearbeitete. Mittlerweile konnte ich dem jungen Mann sogar einen Namen zuordnen. Lethiel. "Ich würde das nicht tun, immerhin könntest du Geschöpfe anlocken, die lieber im Inneren des Hauses bleiben sollten.", lautete meine Begrüßung. Fragend legte ich den Kopf schief und rang mir ein Lächeln ab, was mir nach diesem Tag natürlich nicht sonderlich leicht fiel...

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BeitragThema: Re: Das Haus der Famile Blake   Do Mai 03, 2012 7:22 am

Ich drehte meinen Kopf, als ich eine weibliche Stimme vernahm. Ich kannte sie, hatte sie schon einige male gehört und konnte sie zuordnen. Die kleine Braunhaarige stand hinter mir, warum auch immer, ich hab eher damit gerechnet, das jemand aus dem Haus kam.
„Was für Geschöpfe? Hat Nathan ein Kleid angezogen und spiel nun Großtante Selma“, witzelte ich und schob eine Hand in meine Hosentasche. Kurz mustere ich die kleine Schwester von meinem Freund. Sie lächelte mich an, ich hab sie noch nie lächeln sahen. Wie oft hab ich sie überhaupt schon gesehen?
Ich schüttelte meinen Kopf, drehte ihn leicht zur Seite und schielte zum Baum, wo komischerweise Menschen saßen. „Ich hatte ja keine Ahnung das es Menschen gibt, die auf Bäumen nisten...“
Mein Blick blieb an diesem Baum kleben. Die Leute da oben kannte ich nicht, vermutete aber, sie waren mit Nisha befreundet, also waren es ebenfalls so kleine Biester wie sie es war. Momentan wusste ich nicht wieso ich mir derartige Gedanken machte.
„Hockt Nathan auch da oben“, fragte ich leicht geschockt und versuchte den Baum von unten aus zu durchsuchen.
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BeitragThema: Re: Das Haus der Famile Blake   Fr Mai 04, 2012 9:27 am

Als Lethiel seine Witze bezüglich Nathan zum Besten gab, erstarrte das Lächeln auf meinen Lippen und ich wandt den Blick ab. Nicht das ich meinem Gegenüber die Bemerkung verübelte, viel mehr musste ich um meine Beherrschung kämpfen, da die Ansprache dieses Themas schlagartig Wut in mir hochkochen lies. "Nathan ist zur Zeit nur das verfluchteste Geschöpf dieses Hauses, es gibt allerdings wesentlich gefäherlichere Wesen innerhalb dieses Gartenzaunes.", erklärte ich schließlich in einem leicht säuerlichen Tonfall. Auf wen ich damit hindeuten wollte konnte sich Lethiel sicher selbstständig ausmalen. Oder, wer weiß? Vielleicht dachte er auch, ich zielte damit auf meine eigene Persönlichkeit. Sollte mir nur recht sein...
Erst als mein Gegenüber auf David und Ria aufmerksam wurde, richtete ich meine Gedanken wieder völlig auf Lethiel. "Weißt du, das ist der neuste Trend. Die Bäume anderer Menschen besiedeln und die unmittelbare Umgebung mit Brötchenkrümeln verschandeln.", lautete meine Erklärung. "Und Nathan geht nie nach Trends. Was so viel heißt wie: Es tut mir leid, aber ich kann dir nicht sagen, wo er sich herumtreibt." Mit diesen Worten schob ich Lethiel schließlich sachte zur Seite, um den dadurch gewonnen Freiraum zu nutzen indem ich mich vor der Tür positionierte und meine linke Hand in meiner Hosentasche verschwinden ließ. Nach kurzer Suche umschlossen meine Finger das Metall des Schlüssels, mit dem ich schließlich die Haustür öffnete. "Um ehrlich zu sein hatte ich gehofft, du könntest mir diese Frage beantworten.", waren meine Worte mit denen ich die Tür aufstieß und einen Blick auf das Innere des Hauses freigab. Oder vielmehr auf das Wesen, welches unmittelbar im Eingangsbereich stand. Das Gesicht vom Weinen verquollen, eine kleine Katze die sichtlich mitgenommen wirkte in den Armen und den Blick wütend auf uns gerichtet. Vermutlich musste ich mir jetzt die schlimmsten Vorwürfe bezüglich des Verhaltens von David gegenüber ihrer geliebten Katze anhören. Aber ehe ich Lethiel zu seiner eigenen Sicherheit die Tür vor der Nase zuschlagen konnte, reagierte meine Schwester völlig anders als erwartet. Denn anstatt mich mit Vorwürfen zu überhäufen, ging sie einige Schritte auf den jungen Mann neben mir zu und erhob schließlich fordernd die Stimme: "Du bist ein Mann. Geh in den Garten und sag David, ich will ein neues Kätzchen. SOFORT!"
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BeitragThema: Re: Das Haus der Famile Blake   Fr Mai 04, 2012 12:47 pm

„Bist jetzt nicht so der fröhliche Mensch...“, gab ich bissig von mir und verschränkte meine Arme vor der Brust. Was sie mit ihren Geschöpfen hatte, verstand ich nicht, musste irgend so ein alberner Gedankengang sein, den ich nicht nachvollziehen konnte. Nun gut, ich hörte zu was Nisha mir zu sagen hatte, auch wenn es mir schwer viel zu verstehen, was die Kinder da oben auf dem Baum wirklich trieben. Von daher tippte ich mal auf: nisten!
Meine Gedankengänge waren wenigstens für mich nachzuvollziehen und ich wusste was ich mir bei meinem Schwachsinn dabei dachte. Nichts. Meistens sprach ich eh nur das aus, was mir durch den Kopf ging. Dieses mal wollte ich witzig klingen, ging nach hinten los. Bei so einem Publikum kann man ja auch nur versagen.
Die Braunhaarige drehte sich zu mir, berichtete das sie auch nicht wüsste, wo sich ihr Bruder rumtrieb. Meinen Frust konnte ich nun auch nichtmehr verstecken und kommentierte ihren Satz mit einem genervten stöhnen. Den ganzen Tag schon lief ich rum, wusste nichts mit meiner Zeit anzufangen, ich dachte wenigstens Nathan wäre da um mich zu unterhalten.
„Du bist seine Schwester, dir wird er doch wohl erzählen wo er hin ist....“
Und plötzlich hörte sich dieser Satz auch nichtmehr logisch an. Die Kleine niederputzen wollte ich jetzt nicht, obwohl ich es könnte. Wollte es mir aber nicht mit ihr verscherzen, wer weiß, vielleicht stünde sie eines Tages mit einem Küchenmesser hinter mir und meine einzige Ausrede wäre dann: Damals! Da war ich nett zu dir!
Das könnte mir das Leben retten.
Kurz bevor ich wieder meinen Kopf schüttelte, hörte ich das Klackern der Haustür, die Kleinste aus dem Haus stand im Flur, mit verheulten Augen. Sie schaute mich entschlossen an und gab mit einer fordernder Stimme etwas von sich, was ich nun wirklich nicht erwartet hätte.
„Du bist ein Mann. Geh in den Garten und sag David, ich will ein neues Kätzchen. SOFORT!"
Ich ging in die Hocke, meine Mimik im Gesicht sichtlich angespannt.
„Hey, was fün Befehlston... Was ist mit deiner „alten“ Katze passiert?“
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BeitragThema: Re: Das Haus der Famile Blake   Di Mai 08, 2012 11:56 pm

Ich nickte, als Nisha ging. Ich wusste zwar noch nicht genau, was der Grund dafür war, aber anfangs war es mir noch egal, da Dacvid mich beleidigt hatte, was ich mir nicht gefallen ließ. Aber anstatt auszurasten, warf ich ihm das Brötchen hin und lachte auf:
„Dann solltest du es wohl wirklich besser essen.“
Ich kletterte in flüssigen Bewegungen vom Baum und sah dann, dass ein Junge bei Nisha stand. Erfreut dachte ich im ersten Moment, dass es Nathan war, doch ich hatte mich getäuscht. Ich lief schnell zu den beiden und schaute Nisha fragend an und wandte mich dann an den jungen Mann.
„Hallo. Wer bist du?“
Erst da, sah ich Nishas kleine Schwester und ballte hinter meinem Rücken eine Hand zur Faust und presste die Lippen wütend aufeinander. Dieses kleine ... Kind, machte meine Freundin also fertig, ja?! Ich verspürte, dass leichte Bedürfnis, dieses Wesen zu schlagen, besinnte mich aber eines besseren und schaute zu Nisha.
„Worum geht's? Kann ich helfen? Oder soll ich wieder gehen?“
Ich wusste noch nicht, was ich tun sollte oder wollte.
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BeitragThema: Re: Das Haus der Famile Blake   Do Mai 10, 2012 2:43 pm

Völlig entsetzt beobachtete ich, wie Lethiel sich vor meiner Schwester in die Hocke begab und sie mit seinen Worten scheinbar beschwichtigen wollte. Jeder der Elena näher kannte wusste, welcher Gefahr man sich aussetzte wenn man sich auf ihre Augenhöhe begab. Denn so überschritt man sämtliche Sicherheitsabstände die im Umgang mit meiner Schwester einfach notwendig waren. Doch ich schwieg. Einfach weil ich wusste, dass ich meine Schwester ohnehin nicht stoppen konnte und weil ich, um ehrlich zu sein, sehen wollte was sie sich schönes für Lethiel ausgedacht hatte. Erwartungsvoll legte ich den Kopf schief und fixierte das Lächeln meiner Schwester, welches jetzt über ihr Gesicht zuckte. Auf den ersten Blick mag es wie eine Reaktion der Freude wirken, doch ich wusste was dieses Lächeln wirklich bedeutete. Ärger. Wie gut ich dieses kleine Biest kannte bewies sich bereits wenige Sekunden später, als meine Schwester plötzlich ihr Kätzchen absetzte um schließlich beide Hände in Lethiels Haaren zu vergraben. Mit einem hysterischen Kreischen zog sie mit aller Kraft an eben jenen und kratzte ihm dabei wohl auch unangenehm über die Kopfhaut. Immer noch schreiend lies sie schließlich von ihm ab, rannte auf mich zu und legte scheinbar aufgelöst sie Arme um mich. Völlig perplex löste ich mich sofort aus der Umarmung und versuchte sie von mir fern zu halten, was zu einem weiteren hysterischen Kreischanfall auf Seiten Elenas führte. "Hör endlich auf mit dem...." - "Nein, nein, nein! Der war böse zu mir! Jetzt musst du böse zu ihm sein, bevor er wegrennt!", unterbrach sie mich mit Nachdruck.
Überrascht zog ich eine Augenbraue noch oben und setzte zu einer Bemerkung an die selbst für meine Verhältnisse ungewöhnlich bissig war, wurde allerdings von Ria unterbrochen, die unerwartet ins Geschehen platzte. Elena nutzte den Augenblick der Überraschung, um sich abermals an mich zu klammern. Entnervt gab ich auf und lies die ungewollte Umarmung zu, auch wenn mir im Augenblick eher nach ein paar gezielten Schlägen in das Gesicht meiner Schwester war. Mit finsterer Mimik richtete ich schließlich das Wort an Ria: "Elena zeigt wieder mal, wie höflich und überaus wohlerzogen sie doch ist." Die Ironie in diesem Satz war unmöglich zu überhören umso überraschter war ich, wie ehrlich mir meine nächsten Worte über die Lippen kamen: "Ich hoffe, sie hat dir nicht sehr weh getan, Lethiel."
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BeitragThema: Re: Das Haus der Famile Blake   Sa Mai 12, 2012 1:45 pm

Ich hatte mir früher öfter vorgestellt, wie es wäre eine kleine Schwester zu haben, aber als Elena mir so dermaßen an den Haaren zog und mir der Schmerz bis ins Knochenmark runterzog, wusste ich, warum ich diesen Wunsch nie geäußert hatte. Den Moment als die Kleine Zicke wegrannte, nutzte ich, sprang auf und fuhr mir mit einer Hand durchs Haar. Elena hatte mir tatsächlich paar Wurzeln rausgerissen und einige Kratzer über meine Kopfhaut gezogen. Behutsam fuhr ich mir immer und immer wieder über diese Stellen, ich wollte jetzt nicht schmollen, aber das eben waren echt schmerzende Stellen. Dieses Biest. Unerzogen.
„Ich war nicht annähernd böse!“
Ich hörte mich selbst, wie meine Stimme vor Zorn bebte. Es machte mich einfach so verdammt wütend. Mittlerweile konnte ich verstehen wieso ich Nathan hier nicht antraf, wer hatte schon Lust auf so ein Kind aufzupassen? Nisha sah sowieso schon vollkommen genervt aus. Ich drehte mich kurz zur Seite, da ich vermutete angesprochen worden zu sein. Ein blondes Mädchen, wieder viel zu jung.
„Lethiel, ich such nur Nathan“, antworte ich knapp und schenkte Elena noch einen meiner gemeinsten Blicke rüber. Ich wollte sie eigentlich gern weinen hören, die kleine Sirene. Komischerweise konnte ich mir jetzt denken, was der armen kleinen Katze passiert war. Entweder der Häcksler im Garten oder sie hat aus Boshaftigkeit deinige Gliedmaßen rausgerissen. Egal wie man es drehte, sie war für mich sowieso Schuldig. In allem was sie getan hat oder jemals tun würde.
Eigentlich sollte ich mir überlegen wo ich Nathan als nächstes suchen sollte, aber hier gab es nicht die tollsten plätze um sich zurück zu ziehen.
Noch immer meine Hand in den Haaren, schaute ich mich zur Blonden, die ich wirklich gar nicht kannte. Vielleicht war sie mi Nisha befreundet, was heißt vielleicht, sie war es einfach. Noch in meinen Gedanken versunken, starte ich die kleine Schwester an, ich war immer noch sauer und ganz und gar nicht erfreut darüber.
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BeitragThema: Re: Das Haus der Famile Blake   Di Mai 15, 2012 6:16 am

Ich nickte mit zusammen gebissenen Zähnen. Elena. Elena und höflich? Wohlerzogen? In welcher Welt lebten sie, so etwas jemals behaupten zu können?
Schon an dem Satz, den Nisha an den fremden Jungen richtete, wusste ich, dass er Lethiel hieß, was er mir dann nochmal - unnötiger Weise - wiederholte.
„Ah. Hallo, Lethiel.“
Ich suche nur Nathan. Nur?! Wie konnte man, bei jemandem wie Nathan einfach von nur reden? Ich verstand erst nicht, doch dann wurde mir bewusst, dass es in Freund Nathans sein musste.
„Nisha, dein Freund sitzt noch auf dem Baum, du solltest vielleicht mal wieder zu ihm, sonst fühlt er sich vielleicht ... vernachlässigt.“
Ich lachte kurz und schaute Lethiel lange an. Ich suchte nach Gemeinsamkeiten, zwischen ihm und Nathan. Wieso sie wahrscheinlich befreundet waren.
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BeitragThema: Re: Das Haus der Famile Blake   So Jul 01, 2012 7:59 am

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